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Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig.

SCHLEIMBEUTELERKRANKUNGEN
entzündliche Erkrankung von Schleimbeutel

Schmerztherapeutisch relevant sind entzündliche Schleimbeutelerkrankungen, da diese meist sehr schmerzhaft sind und auch lange anhalten können.

Entzündliche Schleimbeutelerkrankungen werden medizinisch als Bursitis bzw. Bursitiden bezeichnet.

Funktion / Aufgabe von Schleimbeutel:

Sch leimbeutel (Bursae synoviales) befinden sich an Stellen, wo Sehnen über Knochen oder unter Bändern verlaufen. Sie enthalten eine schleimhaltige Flüssigkeit die den Druck, der auf sie ausgeübt wird, gleichmäßig auf die Umgebung verteilt.

Entzündliche Schleimbeutelerkrankungen können entweder akut oder chronisch (= länger als sechs Monate anhaltend) verlaufen. Akute sind häufiger infektiös (= ansteckend), während chronisch entzündliche Schleimbeutelerkrankungen meist als Begleiterscheinung entzündlicher, rheumatischer Erkrankungen auftreten.

Unter einer En tndung versteht man eine vom Bindegewebe und den Blutgefäßen getragene Reaktionen des Organismus auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Entzündungsreiz mit dem Zweck, diesen zu beseitigen oder zu inaktivieren und die reizbedingte Gewebsschädigung zu reparieren.

Die klassischen (akuten) Zeichen einer En tndung sind:

  1. Rubor (= Rötung), als Folge einer Gefäßerweiterung durch Histamin (= ein basisches biogenes Amin)

  2. Calor (= Wärme), als Folge der örtlichen Stoffwechselsteigerung

  3. Tumor (= Schwellung), ausgelöst durch Austritt eiweißreicher Flüssigkeit aus den veränderten Gefäßwänden

  4. Schmerz als Folge der erhöhten Gewebsspannung und schmerzauslösender Entzündung sprodukte, z.B. Bradykinin

Schleimbeutelen tzündungen können theoretisch jeden Schleimbeutel betreffen, bevorzugt aber folgende:

· Bu rsa (= Schleimbeutel) praepatella ris (= Bereich der Kniescheibe)

· Bu rsa infrapa tellaris (= unterhalb des Kniegelenks)

· Bursa subacromialis (= Schul terbereich)

· Bu rsa subdel toidea (= Schul terbereich)

· Bu rsa trochan terica (= Bereich Oberschen kel/Hüftgelen k)

Mögliche Ursachen für entzündliche Schleimbeutelerkrankungen sind:

Behandlung chronischer (= länger als 6 Monate anhaltender) Schmerz en infolge von entzündlichen Schleimbeutelerkrankungen:

Nicht selten verbleiben trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin schmerzhafte, entzündliche Schleimbeutelerkrankungen, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach der Ursache richten. Ein länger bestehender Schmerz erfordert praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Auch bei schmerzhaften Schleimbeutelerkrankungen sind dies:

  1. Informationen über die Erkrankung
  2. Medikamentöse Behandlung (u.a. Schmerzmittel, schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
  3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
  4. Physiotherapie (Krankengymnastik und andere Anwendungen) bei Funktionseinbußen
  5. Akupunktur
  6. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
  7. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)

Der therapeutischen Lokalanästhesie (= Betäubung bzw. Behandlung mit einem örtlichen betäubungsmittel) fällt in der Behandlung chronischer, entzündlich bedingter Schmerz en eine herausragende Rolle zu.

In der akuten (= plötzlich einsetzend, heftig u. von meist kürzerer Dauer) Phase von entzündlichen Schleimbeutelerkrankungen kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Der Organismus versucht u.a. auf diese Weise mit dem entzündlichen Geschehen fertig zu werden, in dem die im Blut vorhandenen Abwehrmechanismen am Entzündungsort vermehrt einwirken können.
Chronisch e En tzündungen gehen aber mit einer Verengung der versorgenden Blutgefäße einher, es liegt also eine verminderte Durchblutung vor, die zu einer Herabsetzung des Stoffwechsels führt. Eine Behandlung kann deshalb nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, wieder gute Durchblutungsverhältnisse herbeizuführen.

Bei der Behandlung mit Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) (Infiltration, Nervenblockaden) kommt es für die Wirkzeit des Medikaments neben der gewünschten Schmerzstillung durch gleichzeitige Blockade vegetativer (= das unwillkürliche Nervensystem betreffender) Nervenfasern auch zu einer Sympathikolyse (= Unterbrechung bzw. Aufhebung der Sympathikuswirkung und damit Blutgefäßerweiterung) und damit zu einer deutlichen Verbesserung der Durchblutung und unter einer guten Durchblutung heilen En tzündungen sicher ab, eine uralte medizinische Weisheit. Hinzu kommt, daß Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) selbst auch, also zusätzlich en tzündungshemmend wirken, dies ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
In der Regel reicht eine solche Behandlung aber nicht aus, wenn sie nur in größeren Zeitabständen durchgeführt wird, sondern es ist eine engmaschige, gehäufte Abfolge erforderlich, optimal kontinuierlich mit eingepflanztem Katheter. Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen (den Schmerzbereich versorgenden) Ner ven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.

Unser Körper verfügt über wirkungsvolle Mechanismen, En tzündungen, auch von Schleimbeutel, nachhaltig einzudämmen und zu beseitigen. Bei einer schlechten Durchblutung können diese aber kaum wirksam werden. Die beste Voraussetzung für eine Heilung ist deshalb die Optimierung der Durchblutung, wie sie mit der vorgestellten Methode in idealer Weise erreicht wird.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).

Auf der Internetseite "die Gesundheitsreform" teilt das Bundesministerium für Gesundheit mit, daß seit dem 1.4.07 alle gesetzlich krankenversicherte Personen jetzt einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation (damit auch auf eine Schmerzrehabilitation) haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen können. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums.

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